Bamberger Thema

Zwei Meter Friedrichstraße für den Radverkehr 9.05.2019
Verkehr, Aktuelles, BA-Thema
Mitten in der Innenstadt gibt es ein starkes Zeichen für eine Bamberger Verkehrswende. Es sollte nicht dabei bleiben.

Bericht aus dem Umweltsenat

Wow! Es geschehen Zeichen, Wunder und Radwege.

Ein solcher Wow-Radweg wird in der Friedrichstraße gebaut, genauer gesagt ein Radfahrstreifen in Fahrtrichtung Wilhelmsplatz zum Schönleinsplatz. Dort fahren im Moment die Radler*innen einfach im Verkehrsfluss des stark ausgeprägten Autoverkehrs mit. Doch künftig bekommen sie einen zwei Meter breiten roten Streifen mit durchgezogener Linie, der also vom MIV nicht befahren werden darf.

Das kann ein Durchbruch und ein Meilenstein in der Bamberger Radverkehrspolitik sein. Und es ist ein beachtlicher Beschluss in dem von der Autoverkehrslobby bestimmten Umweltsenat.

Im Fahrradforum setzten sich Initiative Radentscheid, ADFC, VCD, Agenda 21 und die Arge Ältere Bürger vehement dafür ein. Auch die GAL stellte einen entsprechenden Antrag. Noch kurz vor der Umweltsenatssitzung plante die Verwaltung um, denn bis dahin wollte man die Ist-Situation zwar verbessern, aber nur mit einem 1,5 Meter breiten Fahrradschutzstreifen. Dieser wäre deutlich schmäler ausgefallen und mit gestrichelter Linie frei verfügbar für den Autoverkehr.

Gegen die beiden Stimmen der Bamberger Allianz konnten sich dann im Umweltsenat die Unterstützer*innen des Radverkehrs und einer Verkehrswende durchsetzen – und das an einer zentralen Stelle im Herzen Bambergs.

Die Entscheidung hat hoffentlich Signalwirkung! Denn in einer Stadt wie Bamberg, insbesondere in der Innenstadt, ist die Verkehrsfläche stark begrenzt. Wie sie verteilt wird, bestimmt auch die Nutzung der Verkehrsmittel. Wer motorisierten Individualverkehr reduzieren und im Gegenzug den Verkehrsverbund aus Fahrrad, ÖPNV und Fußverkehr stärken will, der muss sich dieser Verteilungsfrage stellen und sie beantworten. Menschen, die umweltfreundliche Verkehrsmittel nutzen, brauchen mehr Fläche, sonst gibt es keine Verkehrswende. In der Friedrichstraße ist ein prominenter Schritt in diese Richtung getan.

Weiter so!

sys



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