Bamberger Thema

Neubaugebiet in Wildensorg sorgt für Zerstörung des Landschaftsbilds am Rothof 11.07.2019
Bauen+Denkmal, Aktuelles, BA-Thema, Umwelt+Klima
Die Stadtratsmehrheit vertraut darauf, dass die Stadtwerke den neuen Wasserbehälter am Rothof schon irgendwie landschaftsschonend hinbekommen. Dass er überhaupt notwendig wurde, dafür ist die Stadtratsmehrheit selbst verantwortlich.

Bericht aus dem Bausenat

Am Rothof wird ein neuer Wasserbehälter gebaut, der vermutlich einen massiven Eingriff in das einzigartige und geschützte Landschaftsbild darstellen wird. Die Stadtwerke als Bauherr haben sich in der Sitzung abringen lassen, nochmals zu prüfen, ob das Bauwerk breiter und flacher gestaltet, also weiter in den Boden versenkt werden kann, so dass möglichst wenig davon sichtbar ist. Stadtwerke-Chef Fiedeldey war bemüht, klarzustellen, dass das Optimum von Seiten der Stadtwerke vorgelegt wurde, damit war die Stadtratsmehrheit im Bausenat zufrieden.

Die GAL hatte nach den schwammigen Äusserungen von BA, SPD und FDP eine zweite Lesung beantragt, um mögliche Verbesserungen erneut zu diskutieren – ohne Erfolg.

Allein die Ausmaße lassen immer noch Schlimmes befürchten: Der Wasserbehälter mitten auf der großen Wiese oben am Rothof umfasst 18,20 Meter Breite und 24,05 Meter Länge bei 6,82 Meter Höhe, wovon 3,50 m oberhalb des Geländes liegen. Er soll größtenteils mit einem Erdwall aufgeschüttet werden, der als künstlicher Hügel sichtbar bleiben wird.

Die GAL unterstellt, dass nach den Erläuterungen von Herrn Fiedeldey niemand ernsthaft erwartet, dass Umplanungen erfolgen, und lehnte in der Konsequenz diesen Behälter ab.

Klar wurde bei der Sitzung auch, dass der neue Wasserbehälter nur deshalb gebaut wird, weil man ein neues Baugebiet am Rande von Wildensorg mit Trinkwasser versorgen muss. Gäbe es das Baugebiet nicht, wäre auch das neue Bauwerk mitten auf dem Rothof nicht nötig. Der Stadtrat sollte sich mehr Gedanken über die Folgen seiner einzelnen Entscheidungen machen. Die GAL hatte das Neubaugebiet ebenfalls als einzige Fraktion abgelehnt, denn es sorgt für eine neuerliche Zersiedlung mit lediglich Einfamilienhäusern am Stadtrand. Eine solch Flächen fressende Stadtplanung ist absolut nicht zeitgemäß und widerspricht der ministeriellen Aufforderung, weiterem Flächenfrass Einhalt zu gebieten zum Schutz der bayerischen Heimat.

friepe / sys

 

 Wider alle Vernunft - 09.01.2015 12:22

Darstellung des geplanten Hochbehälters am Rothof (Stadtwerke).


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