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Hallenneubau: GAL will Klärung offener Fragen 8.08.2017
Bauen+Denkmal, Aktuelles, BA-Thema
Bezüglich der Pläne, eine Multifunktionshalle für 10.000 Personen in Bamberg zu bauen, nimmt die GAL Bamberg – wie von der Fraktionsvorsitzenden Ursula Sowa gegenüber den Medien bereits angekündigt – wie folgt Stellung:

Standpunkt

Eine abschließende Haltung zu dem Projekt kann derzeit nicht bestehen, weil entscheidende Fragen (noch) nicht beantwortet sind, wie etwa:

  • Im Unterschied zu den bisherigen im Hören-Sagen-Bereich gehandelten Plänen ist aktuell eine Beteiligung der Stadt Bamberg an Bau und Betrieb der Halle nicht vorgesehen – dies ist positiv zu bewerten. Erwartet wird jedoch eine Anschubfinanzierung – in welcher Höhe und welche Leistungen genau sollen damit finanziert werden? Was genau verbirgt sich hinter der Koordinationsrolle, welche die Stadt nach den Plänen von Herrn Stoschek übernehmen soll, welche Verantwortlichkeit steckt darin?Was wird aus der bestehenden Halle (jetzige Brose-Arena an der Forchheimer Straße)? Für das Gebäude stehen zwar in naher Zukunft umfangreiche Sanierungsarbeiten an, aber es ist aktuell nutzbar. Soll es abgerissen werden, wie wäre die Öko-Bilanz dafür?
  • Die Stadt hat mit der bestehenden Halle bereits einschlägige Erfahrungen gemacht: 2010 Insolvenz der Betreiber und Rettung durch die Stadt. Was passiert, wenn diese Halle ihr Ziel, auf dem Niveau von Großstädten wie München zu agieren, nicht erreicht und ebenfalls von der Pleite bedroht wird?
  • Wenn die inzwischen von einer Stadttochter betriebene Halle beseitigt wird, wie sollen sich die darin investierten Gelder (ca. 4,5 Mio Euro von der Stadt Stadt bzw. ihren Töchtern) refinanzieren? Die GAL weist darauf hin, dass erst vor vier Jahren die Stadt Bamberg massiv in diese Halle investiert und zahlreiche Wünsche von Michael Stoschek erfüllt hat: Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://bit.ly/2v1m0j3.
  • Ist es städtebauliches Ziel für Bamberg und die Region, eine Halle mit 10.000 Plätzen zu haben? Welche Folgen hat das für die Stadt, für die Region, und insbesondere für die anwohnenden Menschen? Verkehr? Lärm? Wird erwartet, dass die hier vermutlich anfallenden Investitionen von der Stadt finanziert werden?
  • Darüber hinaus wurden alle städtischen Ausgaben für die Brose Baskets Bamberg bisher mit dem direkten Imagegewinn für die Stadt begründet. Wo bleibt dieser, wenn Bamberg nicht einmal mehr im Namen vorkommt?Im Falle eines Neubaus: Kann der Investor mit dem Entzug der Basketballspiele drohen und damit alle Wünsche durchsetzen, sprich jedes Baurecht nach seinen Wünschen von der Stadt erzwingen?

Die GAL will all diese Fragen und weitere Unsicherheiten geklärt haben. Die GAL wird genau hinsehen und für Transparenz darüber sorgen, welche Verbindlichkeiten die Stadt gegebenenfalls eingeht und welche Folgen das Projekt haben könnte.

 



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Kommentare zu diesem Artikel

Peter Gack schrieb am13.08.2017 14:37 Uhr folgenden Kommentar:
Sehr gute Fragen. Ich befürchte die Mehrheit im Bamberger Stadtrat wird - wie bei der Brose-Arena - da leider wieder eher blauäugig an die Sache heran gehen. Unterm Strich bewahrheitet sich die von der GAL vor Jahren (bei der Übernahme der jetzigen Halle durch die städtsichen Töchter) gemachte Prognose: Die Stadt macht sich erpressbar und das wird sich mit einer neuen, noch größeren Halle, nur noch verstärken.

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