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Sportentwicklungsplan wird ignoriert 24.10.2017
Bauen+Denkmal, Aktuelles, BA-Thema, Presse-Mitteilung, Finanzen
Die Bamberger GroKo bedient Gaustadter Lobby-Politik, indem das Sportzentrum Gaustadt mit 500.000 Euro saniert wird. Obwohl auch Bürgerbefragungen diesem eine geringe Priorität einräumen. Die GAL stimmte dem nicht zu.

Gegendarstellung zur Medieninformation 533/ 2017der Stadt Bamberg vom 20. Oktober 2017

 

Die in der Pressemitteilung der Stadt Bamberg getätigte Aussage „Der Kultursenat hat die einstimmige Empfehlung für die Haushaltsberatungen getroffen, dass rund 600.000 Euro für die Sanierung des Sportzentrums zur Verfügung gestellt werden sollen“ ist nicht korrekt.

Die beiden Vertreter der GAL-Fraktion im Kultursenat haben gegen den Beschlussvorschlag der Verwaltung gestimmt, die in der entsprechenden Haushaltsstelle des Jahres 2017 nicht verausgabten Mittel in das Jahr 2018 zu übertragen. Auch die Beauftragung der Verwaltung, die zur Sanierung des Gaustadter Sportzentrums vorgesehenen 500.000 Euro für den Haushalt anzumelden, haben die Stadträte Andreas Reuß und Dr. Tobias Rausch nicht mitgetragen.

Sie begründen Ihre Ablehnung insbesondere mit einer Erkenntnis, die aus den Erhebungen im Rahmen des Interkommunalen Sportentwicklungsplanes stammt. Ein Ergebnis dieser Befragungen von Bürgerinnen und Bürgern sowie verschiedener Institutionen (Schulen, Vereine und Verbände) ergab eine niedrige Priorität für das Sportzentrum Gaustadt. „Wieso geben wir Geld für die an sich ja sinnvolle und wünschenswerte Erstellung eines Sportentwicklungsplans aus, wenn wir uns dann in unseren Entscheidungen nicht daran halten?“ fragt GAL-Stadtrat Dr. Tobias Rausch. Andreas Reuß wittert einen Zusammenhang mit der 2014 geschlossenen Vereinbarung zur Zusammenarbeit zwischen CSU, SPD, BuB und FDP, auch Messerschmitt-Papier genannt. „Sind die persönlichen Prestigeprojekte einzelner Stadträt*innen etwa wichtiger als die Priorisierung durch die Bürger*innen und Verbände?“ fragt der Sprecher der GAL-Fraktion im Kultursenat ergänzend.

Offenbar haben die anderen Fraktionen des Bamberger Stadtrats die Ergebnisse der Untersuchungen des Sportentwicklungsplanes noch nicht gründlich zur Kenntnis genommen – mit ein Grund weswegen die Beschlussfassung zum Sportentwicklungsplan aus dem ursprünglich anvisierten Sitzungstermin im Juli wohl ins nächste Jahr verschoben werden muss.

tra



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