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Essbar oder gewissenlos? 9.11.2017
Klatsch+Tratsch, Aktuelles, Sylvia Schaible, Bauen+Denkmal, BA-Thema
Eine der größten Herausforderungen im Leben
eines Bamberger Stadtratsmitglieds:
Hochbeete!

Glosse

Über ein ungeheuer heikles Thema hatte der Stadtrat in seiner Vollsitzung Ende Oktober zu befinden. Am Ende ging die Abstimmung mit 30 zu 9 Stimmen aus. Davor gab es 20 Minuten lang Diskussion. Und die Fraktionen von CSU und BA sowie die BuB-Mitglieder erklärten ausdrücklich, dass der Fraktionszwang aufgehoben und den Stadtratsmitgliedern das Votum im Rahmen ihrer „Gewissensentscheidung“ frei gestellt sei. Einen ganzen Berufsstand, die traditionellen Bamberger Gärtner, sahen einige bei diesem Tagesordnungspunkt in seiner Existenz gefährdet.

Es war also eine große Bürde, welche die verantwortungsvollen Schultern der Bamberger kommunalen Mandatsträger*innen da auf sich zu nehmen hatten.

Ach so, um was es eigentlich ging?

Ja, tief greifende stadtentwicklungspolitische Einschnitte eben, strukturelle wirtschaftliche Neuerungen, Umwälzungen mit hohem Bedrohungs- und vor allem Kostenpotential!

Also konkret: Im ERBA-Park, neben Fünferlessteg und Interkulturellem Garten, sollen Hochbeete entstehen – wie sie unter dem Schlagwort Öffnet externen Link in neuem Fenster„Essbare Stadt“ bekannt sind. Initiiert wird das Projekt von Transition Town. Zunächst ist ein Hochbeet von 5 mal 2 Meter geplant. Bürger*innen können dort einfach so Gemüse anpflanzen und auch einfach so ernten. Alles ehrenamtlich. Von der Stadt ist kein müder Euro zu bezahlen.

Es ist klar, dass solche Entscheidungen im Bamberger Stadtrat so manchem echt schwer fallen. Man mag sich gar nicht ausmalen, wer da alles nächtens in seinem Beet, äh Bett, mit sich, seinem Gewissen und diversen Salat- und Blumenkohlköpfen gerungen hat. Erschütternde Vorstellung….

sys

 



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