Bingo! Der gaz-Wahlomat zur OB-Wahl

Am 11. März 2012 wird der Bamberger Oberbürgermeister neu gewählt. Zur Wahl stehen der Amtsinhaber Andreas Starke (SPD), der von CSU und BBB aufgestellte Bamberger Pathologe und Kunstfreund Prof. Dr. Gerhard Seitz und GAL-Stadtrat Wolfgang Grader. Eine schwere Wahl? Vielleicht ja auch nicht, wenn Sie sich von unserem analytisch treffsicheren Wahlomat beraten lassen. Lesen Sie unsere Fragen, wählen Sie aus den möglichen Antworten aus – und erfahren Sie, welcher Typ Wähler/in Sie sind. Viel Spaß!

Har/sys

   

Eine dem Oberbürgermeister nahe stehende Person bewirbt sich auf eine freie Stelle bei der Stadt. Es riecht nach Vetterleswirtschaft. Welche Einstellung erwarten Sie vom Oberbürgermeister?

  • B „Als Jurist kann ich da nur sagen: Im Zweifel für die Vettern!“
  • C „Als Sohn einer Wiesenthauer Bauernfamilie (und als Pathologe) kann ich da nur sagen: Blut ist dicker als Wasser!“
  • A „Als Theologe kann ich da nur sagen: Vor dem Herrn sind alle gleich!“


Eine Gruppe Bau-Investoren steht vor der Tür des OB-Büros und begehrt Einlass. Welche Reaktion Ihres Oberbürgermeisters wünschen Sie sich?

  • B „Leute mit Geld? Super! Immer herein damit. Und gleich meine Sekretärin zum Diktat, damit wir die Baugenehmigung gleich aufsetzen können.“
  • C „Wenn sie Ausstellungsräume für meine Wahlkampf-Karikaturen mitbauen, können die haben, was sie wollen.“
  • A „Vorsicht ist die Mutter der Investorenkiste!“


In der Haushaltspolitik hat der OB eine verantwortungsvolle Rolle und viel Gestaltungsmacht. Nach welchem Prinzip soll er diese wahrnehmen?

  • C „Dafür gibt es doch den Kämmerer. Mit so was muss ich als OB mich doch nicht beschäftigen. Davon habe ich ja auch keine Ahnung.“
  • A „Ein OB muss über seine eigene Amtszeit hinausdenken. Heute hui, morgen pfui – sprich heute Luxusausgaben, morgen Schulden – das ist nicht meine Politik.“
  • B „Geldausgeben ist echt stark. Damit lege ich nämlich den Grundstein dafür, das ich bei allen Eröffnungen immer fett in der Presse bin.“


Wie sehr sollte sich Ihr Favorit für den Klimaschutz engagieren?

  • A „Hier sind endlich Taten statt großer Worte und Papiere gefordert. Meine Fraktion hat massig Vorschläge vorgelegt.“
  • B „Der Klimaschutz ist mir sehr wichtig, weil man damit prima PR machen kann, z.B. wenn ich mich mit den neuen E-Bikes vom PÜD fotografieren lasse, oder wenn ich mit dem ollen Landrat mal wieder was in Sachen Klima-Allianz unterschreibe.“
  • C „Klar, Klima ist wichtig, darum haben wir im Klinikum auch eine super Klimaanlage. Ach ja, neuerdings fahre ich so ein Dings, so ein Elektro-Auto. Das kommt immer gut!“


Sie kommen zu einer Bügersprechstunde des Oberbürgermeisters ins Rathaus. Welche innere Haltung des OBs wünschen Sie sich?

  • A „Ich muss die Anliegen ernst nehmen, aber auch ehrlich sein. Das Grüne vom Himmel versprechen werde ich nicht.“
  • B „Bürger brauchen das halt manchmal. Schön, dass wir drüber geredet haben. Ich mach eh das, was ich will. Der nächste bitte!“
  • C„Auja – die lade ich alle zu meiner nächsten Vernissage ein.“


Der demografische Wandel gilt als eine der größten Herausforderungen an die Kommune in den nächsten Jahren. Welche Aussage eines Oberbürgermeisters halten Sie für zukunftsweisend?

  • B „Schon wieder dieses soziale Gedöns. Bauen wir meinetwegen halt noch ein paar Spielplätze …“
  • C „Ich sehe da nicht so das Problem. Bei meinen Leichen im Keller ist noch genug Platz.“
  • A „Ein Riesen-Thema. Deshalb www.wolfgang-grader.de


“Wie sollte Ihrer Meinung nach das öffentliche Auftreten eines Oberbürgermeisters sein? Welche Strategie sollte er haben?

  • B „Meine bestens ausgestattete Pressestelle ist voll auf die Vermarktung meiner Person spezialisiert und hat außerdem das zentrale lokale Printmedium voll im Griff.“
  • A „PR muss auf der Grundlage von Sacharbeit beruhen, sonst ist sie nichts wert.“
  • C „Was meinen Sie, warum ich OB-Kandidat geworden bin? Damit sich endlich mal jemand für mich interessiert.“


Immer mehr Zuständigkeiten der Kommune werden ausgelagert und liegen bei städtischen GmbHs, die sich vor allem an wirtschaftlichen Interessen orientieren und weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit arbeiten. Welche Haltung sollte ihr favorisierter Kandidat dazu einnehmen?

  • C „Wenn das Zeug jetzt von den GmbHs erledigt wird, habe ich ja mehr Zeit für meine Kunstausstellungen. Das gefällt mir!“
  • B „Ist doch prima. In den GmbHs bin ich dann der Chef und habe den lästigen Stadtrat vom Hals.“
  • A„Wer Transparenz und demokratische Kontrolle will, kann diese Entwicklung nicht gutheißen.“   


Wahlomat-Ergebnis:
Ihr Wahl-Profil


Sie haben überwiegend A-Antworten: Wählertyp „Kritische/r Bürger/in

Sie sind kritisch und gucken genau hin. Deshalb schätzen Sie den zurückhaltenden Kandidaten mehr als den Selbstdarsteller im politischen Geschäft und legen Wert auf eine Politik, die nachhaltig ist und sich zuverlässig und nachvollziehbar über Jahre entwickelt hat. Sie sind eher beeindruckt von einem überzeugten Teamplayer, der sich nicht in den Vordergrund drängt. Grad er lässt sie neugierig werden, sich sein Programm mal etwas genauer anzusehen, denn dort vermuten Sie [zu Recht! Anm. d. Red.] konkrete Ideen und Visionen für die Stadt. Sie spricht das Motto an: „Gemeinwohl – Verantwortung für alle“

Ultimative -Empfehlung:

Wolfgang Grader wählen!


Sie haben überwiegend B-Antworten: Wählertyp „Anspruchslose/r  Bürger/in“

Sie mögen den dynamischen Manager, der sich gekonnt als tatkräftiger Macher präsentiert. Sie trauen sich einen tieferen Einblick in die Politik sowieso nicht zu und sind deshalb froh, wenn der starke Mann an der Stadtspitze für Sie die Entscheidungen trifft. So ein cooler Typ, der eh schon im Voraus weiß, wo’s lang geht, kann dann bei Gremiensitzungen auch schon mal lässig im Stuhl lümmeln und an seinem Handy rumspielen. Sie unterstützen das Motto dieses Kandidatentyps: „Gemeinwohl? Nö, mein Wohl!“

-Empfehlung:
Andreas Starke wählen!


Sie haben überwiegend C-Antworten: Wählertyp „Event-Bürger/in“

Sie sind eher der spontane, nicht festgelegte und wetterwendische Typ, der seine Meinung der Lage anpasst. Sie bewegen sich gerne auf gesellschaftlich-elitärem Parkett und lieben repräsentative Empfänge der Provinz-High-Society – das „Who ist Who“ ist Ihnen wichtig. Sie sind offen für Leute, die jede Woche ihr Image mit einer neuen Masche aufpeppen und ihr Ego mal eben mit der Publicity einer schicken OB-Kandidatur aufpolieren. Politische Inhalte sind da allenfalls Beiwerk. Hauptsache Party und „social event“, deshalb Ihr Motto: „Prost! Zum Wohl!“

-Empfehlung:

Gerhard Seitz wählen!